Montag, 16. Juli 2018
Aktuelles
Das Brückenfest nimmt Gestalt an

Niederwerth feiert den 60. Brücken-Geburtstag

 

Mit einem spektakulären Fest zu Wasser und zu Land feiert die Inselgemeinde am 25. und 26. August den 60. Geburtstag ihrer Rheinbrücke. Das Orga-Team um OB Sepp Gans hat bereits wichtige und gute Entscheidungen getroffen, um das Fest auf die Beine zu stellen. Das Wichtigste vorne weg: Alle Vereine machen begeistert mit.

 

Die Partymeile in der Rheinstraße lässt keine Wünsche offen. Süßwaren, Kaffee und Kuchen, Erdinger-Biergarten, Weinstand, Bauernmarkt, französische Delikatessen, Gulaschkanone, Kinder-Animationen, Platzkonzerte laden zu allerlei Kurzweil ein. Auf dem Rhein macht das Landesfeuerwehrboot eine Löschdemonstration, die VG-Feuerwehr präsentiert ihre Fahrzeuge, das THW macht eine Abseil-Übung von der Brücke, die Kiga-Kinder üben schon fleißig „Die kleine Raupe Nimmersatt“, die Grundschul-Kids das Kinder-Musical „Die kleinen Leute von Niederwerth“, der Musikverein bietet Unterhaltung mit seiner Big Band – dies alles auf der Bühne an der Schlossstraße. Samstags spielt die Party-Band „Sunshine Dance“ auf, gegen 23 Uhr wird ein Feuerwerk von der Brücke abgeschossen. Die Brücke selbst erstrahlt in hellem Lichterglanz und erhält einen üppigen Blumenschmuck am Geländer. Das ganze Rheinufer wird herausgeputzt – für die Bürgerinnen und Bürger der Insel und ihre Gäste. Die dürfen für ihren Besuch gerne die Fähre der Fa. Gilles benutzen, die für das Wochenende wieder ihren (alten) Dienst aufnimmt.

 

Bis zum August muss noch viel geklärt werden: die Rheinstraße und das Rheinufer müssen hergerichtet, die Stände und Bühne aufgebaut, Strom installiert, Getränke und Speisen beschafft, Zelt sowie Tische und Bänke gestellt werden. Viel Arbeit für viele Hände – alle dürfen mitmachen und ihren Dienst anbieten. Café, Bierzelt, Biergarten, Weinstand und Imbisswagen müssen über die Dienstpläne der Vereine abgedeckt werden – auch hier wird jede Bereitschaft gerne in Anspruch genommen.

 

Ein Fest von Bürgern für Bürger – für uns alle! Mach mit!

Herzliche Einladung!


Ein Logo, das einlädt: Kirche, Brücke, Fähre – und freundliche Menschen. Niederwerth freut sich aufs Fest!

 

Niederwerther Idylle im Sommer 1957: die Pont im Normalbetrieb versorgt die Insel, die Brückenbaustelle wird eingerichtet, im Hintergrund der Vallendarer Industriehafen.

 

 

Niederwerth heute: die Brücke verbindet die Insel mit dem Festland. Die Schiffe der Fa. Gilles laden zur Überfahrt ein – zum Brückenfest 2018!

 
Der Niederwerther Brückenbau von 1957/58 – eine politische und finanzielle Herausforderung

Die Inselgemeinde feiert im August ihre Brücke

Wenn die Ortsgemeinde Niederwerth am 25. und 26. August 2018 den 60. Geburtstag ihrer Brücke mit vielen Gästen feiert, dann sollte auch das Werk der Politiker von einst nicht ohne Betrachtung bleiben.

Der Weg zur neuen Niederwerther Brücke – er war ein Kraftakt in jeder Hinsicht und voller Hindernisse. Ortsbürgermeister Peter Schemmer sprach in der Festschrift vom Juli 1958 davon, dass ein „seit Generationen gehegter Wunschtraum“ in Erfüllung gehe. Vorangegangen waren langatmige und komplizierte Verhandlungen mit Kreis und Land, Beratungen mit Verwaltung und Gemeindeparlament und Bürgerversammlungen.

1,5 Millionen Mark mussten aufgebracht werden, eine Summe, die die notorisch klamme Inselgemeinde nicht alleine schultern konnte. Viele Fürsprecher waren nötig, allen voran Landrat Jakob Jost, der erkannte, dass Niederwerth nur über ein Brückenbauwerk in den Landkreis Koblenz zu integrieren war. Er knüpfte die Fäden zwischen den Räten und Bürgermeistern, dem Kreis, dem Straßenbauamt dem Landesministerium in Mainz und Bundesministerium in Bonn. Endlich stand die Finanzierung: Zwei Drittel der Summe übernahm das Land, ein Drittel, also 500.000 DM, musste die Gemeinde stemmen – mit Zinszuschuss des Kreises, eine ungeheure, aber rentable Investition, die erst 20 Jahre später getilgt werden konnte. 

Ministerpräsident Dr. Peter Altmeier griff die Initiative des Kreises auf, förderte das Projekt wo er konnte und beauftragte das Mainzer Wirtschafts- und Verkehrsministerium mit der Planung. Das Straßenbauamt Koblenz unter Leitung von Oberregierungsrat Josef Grommes schrieb die Baumaßnahme aus, nachdem der Niederwerther Rat sich für die Planvariante der Spannbetonbrücke – die erste in ganz Deutschland – entschieden hatte und viele Anliegerinteressen bedient werden konnten. Am Kirmessamstag, dem 11. Mai 1957, erfolgte im strömenden Regen die Grundsteinlegung. Dann ging es Schlag auf Schlag. Die Betonkonstruktionen wurden an Land auf dem Vallendarer Marktplatz vorgefertigt, die Schwimmkräne „Gigant“ und „Titan“ der Firma Hoch-Tief fuhren die Elemente in spektakulären Aktionen zwischen die Pfeiler ein, dort wurden sie gegossen und gespannt. Am 05. Juli 1958 wurde die fertige Brücke in einem feierlichen Festakt von Ministerpräsident Altmeier für den öffentlichen Verkehr freigegeben.

Niederwerth war nun keine Insel mehr, die neue Brücke öffnete das Tor zur Moderne, die gute alte Fähre hatte ausgedient, Niederwerth hatte nun eine Zukunft. Längst sind den Protagonisten, Bürgermeister Peter Schemmer und Landrat Jakob Jost, aus Dankbarkeit auf der Insel Straßen gewidmet.

 

Jungs und Alt freuten sich über die neue Brücke 

Jung und Alt freuten sich über die neue Niederwerther Brücke und fuhren mit etwas Wehmut ein letztes Mal mit ihrer Fähre. Am 25. und 26. August feiern die Werther ihren 60. Geburtstag.

 

 

Der Werther Gemeinderat stand nach schwierigen Entscheidungen zum letzten Mal auf „seiner“ Pont: (v.l.) Ortsbürgermeister Peter Schemmer, Johann Weller, Anton Röser, Hans Hilden, Peter Thon, Peter Kesselheim Theo Becker, , Heinrich Münz, Josef Zengler und Fährmann Johann Bähner.

  

Großer Bahnhof in Niederwerth: Ministerpräsident Altmeier zerschneidet am 05. Juli 1958 das Brückenband. Niederwerth ist keine Insel mehr.

 
Die Werther "Breck" wird 60 Jahre jung!

Niederwerth feiert mit einem Bürgerfest am 25. Und 26. August 2018

 

Vor 60 Jahren öffnete sie für die Insel Niederwerth das Tor zum Leben, endlich konnte sich die einzige deutsche Ortsgemeinde auf einer Flussinsel entwickeln. Haus- und Straßenbau wurden möglich, Infrastruktur konnte geschaffen werden, Arbeitsplätze auf dem Festland wurden erreichbar, die Früchte der Insel konnten besser vermarktet werden. Ohne die Brücke über den Rheinarm nach Vallendar wäre Niederwerth in einer modernen Gesellschaft nicht überlebensfähig. Der Bau des Brückenwerks 1957/58 war ein Kraftakt in jeder Beziehung, der wackere Ortsbürgermeister Peter Schemmer und der unermüdliche Landrat Jakob Jost sorgten im Zusammenspiel, dass manche bürokratische, finanzielle und politische Klippe umschifft werden konnte. In Ministerpräsident Dr. Peter Altmeier fanden sie einen Fürsprecher ihres Projektes, der es sich nicht nehmen ließ, die Brücke am 05. Juli 1958 höchstpersönlich für den Verkehr frei zu geben, nachdem die Schwimmkräne „Gigant“ und „Titan“ der Firma Hoch-Tief ganze Arbeit geleistet und die erste Spannbetonbrücke Deutschlands fertig gestellt hatten. Niederwerth hatte nun eine Zukunft!

 

Aus Anlass des 60. Geburtstages will die Inselgemeinde nun ein Bürgerfest ausrichten, das sich an dem Programm des unvergessenen und einzigartigen Brückenjubiläums vor 10 Jahren orientiert, als sich 6000 Gäste am Fest beteiligten.

 

Ortsbürgermeister Josef Gans sorgt sich bereits mit seinem Orga-Team, unterstützt vom gesamten Vereinsring, um ein stattliches Programm und gute Versorgung: Gibt es wieder einen Fährbetrieb über den Rheinarm? Wo kommen Festzelt und Bühne hin? Wer liefert Getränke und Imbiss? Wo steht die Gulaschkanone? Was wird auf dem Bauernmarkt angeboten? Welche musikalische Unterhaltung gibt es? Gibt es ein Konzert? Wann startet das Feuerwerk? Wer macht mit? Wo findet man was?

 

Alle Vereine machen mit, die Kinder der Grundschule und des Kiga „Schatzinsel“ sind dabei, alle Bürgerinnen und Bürger von Niederwerth, ob jung oder alt, dürfen und sollen mitmachen, beim festen Feiern, aber auch in der Vorbereitung und Durchführung. Weitere Informationen über Mitmachangebote lesen Sie in der lokalen Presse. Herzliche Einladung an alle Inselbürger und Gäste aus Nah und Fern für Samstag und Sonntag, dem 25. Und 26. August 2018 auf der Rheinpromenade der Insel Niederwerth!

 

Foto: Paradiesische und sonnige Rheinidylle – bis zum Sommer 1958 pendelte die „Pont“ über den Strom und verband die Insel Niederwerth mit dem Festland.

 

Brückenfest 2018 

 
Einwohnerversammlung der VG Vallendar mit der Ortsgemeinde Niederwerth
weiter …
 
Ministerpräsidentin Malu Dreyer - reif für die Insel!
Die neue und alte rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer besuchte am Montag, dem 06. Juni die Inselgemeinde Niederwerth. Sie kam damit einer Einladung von Ortsbürgermeister Sepp Gans und dem scheidenden MdL Dieter Klöckner nach, die ihr die Schönheit der Rheininsel zeigen und ihr die kulinarischen Vorzüge der Insel anbieten wollten. Um 12.30 Uhr wurde die sympathische und bestens gelaunte Landes-Chefin auf dem Kirmesplatz von OB Gans und Fred Pretz, Bürgermeister der VG Vallendar, Vertretern der Gemeinde und von den Vereinen begrüßt, viele Werther Bürgerinnen und Bürger schüttelten herzlich die Hände des hohen Mainzer Besuches. Anschließend stattete Malu Dreyer der Klosterkirche St. Georg einen Besuch ab, Pastor Rüdiger Kiefer und Organistin Marli Plechinger erklärten der Ministerpräsidentin das spätgotische Kleinod mit seinen einmaligen malerischen Fresken. Danach nahm sie im Gasthaus Zur Rheinschanz ein leckeres Spargelessen ein und auch Werther Erdbeeren durften nicht fehlen, eigens von Insel-Gastronom Vinz Schemmer und seiner Frau Trudel aufgetischt. Malu Dreyer wollte sich ein Bild machen von der guten Dorfentwicklung Niederwerths und seiner guten kommunalpolitischen Interaktion, aber auch vor den Problemen der Gemeinde nicht die Augen verschließen. Sie ließ sich auf anstehende und dringliche Großprojekte wie die hochwasserfreie Anbindung der Werther Brücke an die B 42, auf das Mehrgenerationenhaus in der Dorfmitte und seinen Fördermöglichkeiten über das Landesprojekt „Wohnpunkt“ und die im Planungsstadium stehende Straßensanierung der Schützenstraße hinweisen. Auch die Betroffenheit der Verbandsgemeinde im Hinblick auf die neuen Stromtrassen mit ihren gigantischen Volumen nahm die Ministerpräsidentin besorgt und interessiert zur Kenntnis. Sie versprach die Unterstützung der Mainzer Landesregierung dort, wo es eben Lösungsansätze aus Sicht des Landes geben kann. Vor allem freute sie sich aufrichtig, nach anstrengenden Wochen des Landtagswahlkampfes, arbeitsreichen Tagen in der Staatskanzlei und beim Rheinland-Pfalz-Tag ein schönes Fleckchen Erde mit seinen Menschen ohne Tagesordnung und Zeitdruck kennen lernen zu dürfen: Niederwerth – reif für die Insel, wo kanns schöner sein. Ortsbürgermeister Sepp Gans dankte Malu Dreyer im Namen seiner einzigartigen Fluss-Gemeinde von Herzen für ihren ehrenvollen Besuch.
weiter …
 
<< Anfang < Vorherige 1 2 3 Nächste > Ende >>

Ergebnisse 1 - 9 von 22